Warum Windows auf einem Open Source Laptop?

Aufgrund seiner Fast-Monopol-Stellung hat Microsoft über viele Jahre die IT-Branche gestaltet und beeinflusst. Die meisten PCs und Laptops werden immer noch mit vorinstalliertem Windows ausgeliefert und verkauft. Aus diesem Grund ist eine gewisse Abhängigkeit von Microsoft entstanden, die es den meisten Benutzern sehr erschwert, komplett auf Windows zu verzichten. Sei es aufgrund von inkompatiblen Datei-Formaten oder durch das Fehlen von adäquater Ersatzsoftware im Linux-Bereich. Hauptsächlich kommerzielle Software ist immer noch stark an das Windows-Betreibssystem gebunden. Aus diesem Grund ist es praktisch, auch auf einem Open Source Laptop nicht ganz auf Windows verzichten zu müssen.

Qubes unterstützt seit der Version R2 auch HVMs (hardware-virtualisierte Domänen mittels Intels Vx-t), die eine Windows-Installation in einer virtuellen Maschinen ermöglichen. Der Vorgang unterscheidet sich jedoch von der Installation unterstützter Open Source Templates, die direkt in dom0 installiert werden. Zur Installation wird ein .iso-Abbild einer Windows-Installations-CD benötigt.

Windows in Qubes installieren

Nachdem das externe USB-Laufwerk eingesteckt wurde und die Installations-CD eingelegt wurde, sollte in der virtuellen Maschine sys-net die CD vorliegen. Mit folgendem Befehl wird ein .iso-Image mit dem Namen "windows10.iso" erstellt.


[user@sys-net ~]$ dd if=/dev/sr0 of=/home/user/windows10.iso bs=1024 status=progress

Nach einiger Zeit befindet sich dann im Home-Verzeichnis von sys-net das .iso-Image windows10.iso.

Jetzt muss in der administrativen Domäne eine neue virtuelle Maschine erstellt werden. Je nachdem, ob es sich um Qubes R3 oder Qubes R4 handelt, lautet der Befehl


[user@dom0 ~]$ qvm-create windows10HVM --hvm --label gray

oder für Qubes R4


[user@dom0 ~]$ qvm-create windows10HVM --class StandaloneVM --property virt_mode=hvm --property kernel="" --property memory=4096 --property maxmem=4096 --property debug=True --label gray
[user@dom0 ~]$ qvm-features windows10HVM video-model cirrus

Außerdem sollte die virtuelle Festplatte genug Speicherplatz für die Windows-Installation besitzen. Für Qubes R3 mit


[user@dom0 ~]$ qvm-grow-root windows10HVM 25GB
[user@dom0 ~]$ qvm-grow-private windows10HVM 10GB

und für Qubes R4 mit folgenden Befehl


[user@dom0 ~]$ qvm-volume extend windows10HVM:root 25GB
[user@dom0 ~]$ qvm-volume extend windows10HVM:private 10GB

Anschließend kann die virtuelle Maschinen windows10HVM gestartet werden, indem sie vom .iso-Image der Installations-CD aus sys-net gebootet wird.


[user@dom0 ~]$ qvm-start windows10HVM --cdrom=sys-net:/home/user/windows10.iso

Jetzt sollte die gewohnte Windows-Installation in einem Fenster der virtuellen Maschine starten.